Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung


Das Web in der politischen Bildung – das Politische im Web
"Web 2.0" und "Social Software" – zwei englische Begriffe, die längst keine Fremdwörter mehr sind. In den letzten beiden Jahren hat sicher jede/r einmal von Weblogs, Wikis, Social Bookmarks, Podcasting, RSS oder Video- und Bildportalen gehört. Bekannter sind wahrscheinlich die Namen einzelner Web 2.0-Dienste wie Flickr, Facebook, MySpace, YouTube oder Blogger.

Alle diese jüngeren Internet-Angebote weisen eine gemeinsame Eigenschaft auf: BenutzerInnen können einerseits den Inhalt des Webs aktiver und direkter mitgestalten, andererseits besser und einfacher miteinander in Interaktion treten. Lässt nun das "neue" Internet Partizipation, Demokratisierung und herrschaftsfreien Diskurs Wirklichkeit werden? Handelt es sich um den Beginn der freien Informationsgesellschaft? Oder haben wir es mit einer neuerlichen "Internet-Blase" zu tun? Stehen wir womöglich vor einer tieferen "digitalen Spaltung" der Gesellschaft?

Diese Fragen zeigen: Web 2.0 stellt ein hoch interessantes Thema für die politische Bildung dar. Andererseits aber kann politische Bildung tatsächlich besser und wirksamer denn je im und durch das Internet aufbereitet sowie vermittelt werden.

Mit zwei Bildungsangeboten will die ÖGPB ErwachsenenbildnerInnen, NGO-MitarbeiterInnen und politischen AktivistInnen eine intensivere Begegnung mit den politischen Dimensionen des Webs ermöglichen: Internet-Module und Impuls-Webinar.


  • Internet-Module


  • Impuls-Webinar


  • Internet-Module
    Ein- oder zweitägige Internet-Module zur Steigerung der Netzkompetenz
    INHALT:

  • Recherchekompetenz im Internet

  • Wie funktioniert Google, und wie kann diese Suchmaschine effektiver eingesetzt werden? Was sind Social Bookmarks? Wie können Social-Bookmarking-Dienste im Internet (etwa del.icio.us) als Suchmaschinen und als Projektwerkzeuge eingesetzt werden?

    (Recherche nach Beispielen)

  • Interneteinsatz bei der Konzeption von Projekten

  • In einem Wiki bzw. in den kollaborativen Texteditoren (etwa Googles "Texte und Tabellen") lassen sich Texte unabhängig von Zeit und Ort gemeinsam erstellen und bearbeiten. Diese Werkzeuge eignen sich hervorragend, um gemeinsam an Konzepten oder Antragstexten zu arbeiten.

    (Vorstellung von Internetdiensten zur gemeinsamen Erstellung von Texten etc.)


  • Interneteinsatz bei der Durchführung von Projekten

  • Neue Internetwerkzeuge erlauben die einfache Publikation von Text, Bild, Tondokument und Video. In einem Weblog etwa können Inhalte aus Projekten der politischen Bildung niederschwellig und partizipativ veröffentlicht werden und Aufmerksamkeit erlangen.

    (Weblog einrichten; Einsatzbereiche des Weblogs gemeinsam ausloten)


  • Politische Aspekte des Internets

  • Die politische Dimension des Internets ist selbst ein Thema der (politischen) Erwachsenenbildung und des politischen Aktivismus. Open Source, Digital Divide, Datenschutz, Überwachung, E-democracy, E-government, "BürgerInnen-Journalismus" im Internet sind nur einige der Stichworte dazu.

    (Impulsreferate, moderierte Diskussion)


    ReferentInnen:

    Dr. Hakan Gürses
    guerses@politischebildung.at
    www.politischebildung.at
    Homepage von Hakan Gürses

    Mag.a Rahel Baumgartner
    baumgartner@politischebildung.at
    www.politischebildung.at

    Mag. David Röthler
    politik.netzkompetenz.at


    Veranstaltung der Module:

    Die ÖGPB bietet Einrichtungen der (politischen) Erwachsenenbildung an, als Kooperationspartnerin die Internet-Module mitzuveranstalten. Die ÖGPB stellt das Programm und die ReferentInnen kostenlos zur Verfügung; den Veranstaltungsort (ein Raum, in dem mehrere Rechner mit Internetanschluss sowie ein Beamer vorhanden sein müssen) und die Bewerbung sowie die Abwicklung von Teilnahme-Anmeldungen übernimmt die kooperierende Einrichtung. Fahrt- und Unterkunftskosten der ReferentInnen trägt ebenso die kooperierende Institution. Die ÖGPB unterstützt die Bewerbung mit ihren Mitteln.

    Für das Zustandekommen eines Moduls ist es notwendig, dass sich mindestens fünf, höchstens 15 angemeldete TeilnehmerInnen zusammenfinden.

    Anmeldung für die Kooperation:

    guerses@politischebildung.at
    oder
    gesellschaft@politischebildung.at