24.09.2026, 13 bis 17:30 Uhr

Glühwürmchen in der dichten Nacht

Details zum Veranstaltungsort: Scharitzerstraße 6–8, 4020 Linz

Veranstaltende Institution: Verein maiz - Autonomes Zentrum von und für Migrant*innen

Details zur Veranstaltung:

Glühwürmchen in der dichten Nacht
Für eine Kartografie von Rissen, die auf kommende Welten hinweisen
Mit Luzenir Caixeta

„Die alte Welt liegt im Sterben, die neue kämpft um ihre Geburt: Dies ist die Zeit der Monster.“ (Antonio Gramsci)
„Was wir brauchen sind Menschen, die in der Lage sind, ihre Imagination zu erweitern, ihre Fantasie, wie die Welt anders sein könnte.“ (Maria do Mar Castro Varela - in Anlehnung an Du Bois)

Es scheint, als würden wir nie aufhören, vor den Ereignissen zu erschrecken, die sich hier und überall auf der Welt überschlagen: Umweltkatastrophen, geopolitische Krisen, Regierungen im Dienst des neoliberalen Finanzmarktes, Populismus, der zunehmende Rechtsruck und Faschismus, die Normalisierung von Gewalt, usw… Wie wirkt sich das auf uns aus? Was können wir mit diesen Auswirkungen tun, um nicht von ihnen erdrückt zu werden? Um nicht in eine aussichtslose Resignation zu verfallen?

Dieser Workshop geht von der Annahme aus, dass das System, so mächtig es auch sein mag, ebenfalls durchlässig ist und Risse aufweist. Und dass es selbst unter erstickenden Umständen möglich ist, notwendige (Ent-) Spannungen zu schaffen, um Veränderungen zu erkennen, auch wenn diese vielleicht nur minimal sind. Denn im Alltag werden auch Widerständigkeiten produziert, die wie „Glühwürmchen in der dichten Nacht“ leuchten und auf neue Möglichkeiten für kommenden Welten hinweisen.

In diesem halbtägigen Workshop wird es Raum geben für:
- eine Auseinandersetzung mit Hilflosigkeit
- die Imagination anderer Möglichkeiten, in der Welt zu sein
- eine kollektive Produktion von Traum-Aktion
Dazu wird sowohl auf die theoretischen Beiträge von Autor*innen wie Georges Didi-Huberman, Suely Rolnik, Jota Mombaça, Dénetèn Touam Bona, Báyò Akómoláfé und Vladimir Safatle als auch auf verschiedene Kunstsprachen zurückgegriffen.


Datum: Do, 24. September von 13:00 - 17:30 Uhr
Ort:
Verein maiz, Scharitzerstraße 6–8, 4020 Linz
Sprache:
Deutsch
Anmeldung:
Bitte per E-Mail an kontakt@maiz.at bis zum 15.9.
Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung.


Dr.in Luzenir Caixeta ist als Sozialethikerin in selbstorganisierten politischen Kontexten aktiv. Sie ist Mitbegründerin von maiz, einer Selbstorganisation von Migrant*innen in Oberösterreich, wo sie jahrelange Erfahrung unter anderem mit Beratungsarbeit und Forschungstätigkeit gemacht hat. Zudem ist sie Mitgestalterin der „Universität der Ignorant:innen“, freie Autorin und Leiterin von Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule für Soziale Arbeit Linz und Wien zum Themenkomplex „Selbstorganisation und politisches Handeln“.

Diese Aktivität wird von der ÖGPB finanziert