Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung





Das politisch-literarische Quartett
Videoaufzeichnung vom 26. Juni 2018, BVÖ, Wien
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Büchereiverband Österreichs (BVÖ)

Lesen wir überhaupt? Freilich lesen wir alle täglich eine Menge Sachen – online und auf Papier; Nachrichten, Kommentare, Aufsätze, Krimis, Sachbücher; in der U-Bahn, im Büro oder im Bett ...

Was dabei öfter auf der Strecke bleibt, sind Texte, deren Lektüre Ruhe und gesteigerte Aufmerksamkeit verlangt sowie Wiederholung und Nachsinnen: philosophische Werke, Texte zur politischen Theorie, historische Standardbücher, literarische Klassiker ... Diese sind nicht nur Bestandteil einer guten Allgemeinbildung, sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Ausübung des pädagogischen Berufs – so auch in der Erwachsenenbildung, und hier insbesondere in der politischen Bildung. Doch wir alle kennen das Problem der fehlenden Zeit, des Mangels innerer Ruhe im hektischen Arbeitsalltag und sonstige widrige Umstände, die allesamt eine reflektierende und eingehende Lektüre "schwerer Kost" zusätzlich erschweren.

Das politisch-literarische Quartett will da Abhilfe schaffen. Vier "Berufsleser_innen" stellen in einem gemütlichen Rahmen vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der jeweiligen Buchbesprechung, welche durch die Diskussion auf dem Podium fortgesetzt und durch Wortmeldungen des Publikums inhaltlich vertieft wird. Ein Handout mit wichtigsten Daten zu den vier vorzustellenden Büchern begleitet die Veranstaltung.

Dem legendären "Literarischen Quartett" nachempfunden, versucht Das politisch-literarische Quartett aktuelle politische Bücher ebenso "spielerisch" zu vermitteln wie die berühmten "ungelesenen Klassiker". Nach dem Motto: Das Referat ersetzt die Lektüre nicht – ist aber auch kein Schaden. Zirbenschnaps oder Fruchtsaft?

Am 26. Juni fand das Das politisch-literarische Quartett im Büchereiverband Österreichs (BVÖ) statt.


Das Quartett:

Clemens Berger (Philosoph, freier Schriftsteller) – Philip Roth: Mein Mann, der Kommunist, 1998

Stefanie Wöhl (Politologin, Professorin an der Fachhochschule des BFI Wien) – Robert Menasse: Die Haupstadt, 2017

Jakob C. Fürst (Politologe, wiss. Mitarbeiter des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung auf Burg Schlaining) – Ivan Krastev: Europadämmerung. Ein Essay, 2017

Sonja Luksik (Moderation / Politologin, wiss. Mitarbeiterin der ÖGPB) – Armin Schäfer: Der Verlust politischer Gleichheit. Warum die sinkende Wahlbeteiligung der Demokratie schadet, 2015


Die Veranstaltung wurde von Peter R. Horn aufgezeichnet und der ÖGPB zur Verfügung gestellt: