Veranstaltungsarchiv
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Tagung: Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung
(06.07.2026 bis 07.07.2026, 11:00 - 12:00 Uhr)6.-7. Juli 2026, bifeb, St. Wolfgang
Im Spannungsfeld von Erkenntnis, Dialog und Teilhabe
Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie ist ein Fundament, das unsere Gesellschaft trägt. Es bildet die Grundlage für Konsens, Legitimität und Stabilität und ist damit eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren unseres demokratischen Zusammenlebens. Beide Bereiche beruhen auf ähnlichen Grundprinzipien – auf Transparenz, Rationalität, Konsens- aber auch Kritikfähigkeit. Demokratie und demokratische Entscheidungsprozesse erfordern informierte Bürgerinnen und Bürger, die auf Grundlage von Wissen und wissenschaftlichem Diskurs urteilen und handeln – und dieses Wissen und diese Fakten stammen zu einem guten Teil aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Umgekehrt sind demokratische Verhältnisse für eine freie Wissenschaft wichtig, da nur so freie Forschung, ein freier Diskurs und kritische Debatte möglich sind. Eine ablehnende Haltung gegenüber Wissenschaft geht auch häufig mit Demokratieskepsis einher. Ebenso gilt: Wer dem politischen System misstraut, misstraut oft auch wissenschaftlichen Institutionen.Desinformation, Polarisierung und wachsendes Misstrauen gegenüber Institutionen stellen Demokratie, Wissenschaft und Erwachsenenbildung also vor neue Herausforderungen. Welche Rolle kann die Erwachsenenbildung dabei spielen, Vertrauen zu fördern und Räume für kritische, aber konstruktive Auseinandersetzung zu eröffnen? Die Tagung „Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung.“ widmet sich diesen Fragen aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Sie bringt Fachleute aus der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, aus der Wissenschaft sowie interessierte Praktikerinnen und Praktiker zusammen, um aktuelle Entwicklungen, theoretische Ansätze und Good-Practice-Beispiele zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der ersten Tagung 2026 steht das Verhältnis zwischen Erwachsenenbildung, Demokratie und Wissenschaft und widmet sich den folgenden Fragestellungen:
- Was verbindet Demokratie und Wissenschaft? Was trennt sie?
- Wie gestaltet sich das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und demokratischer Aushandlung?
- Welche Beiträge kann die Erwachsenenbildung leisten, um wissenschaftliches Denken, Konsensfähigkeit, Dialog, politische Urteilskraft und gesellschaftliches Vertrauen zu stärken?
- Welche Kompetenzen brauchen Erwachsenenbildnerinnen und -bildner, um das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie zu fördern?
Das Programm umfasst Keynotes, Projektpräsentationen, Diskussionsforen und partizipative Formate. Neben theoretischen Impulsen werden praxisnahe Projekte vorgestellt, die neue Wege der Beteiligung und der Wissenschafts- und Demokratievermittlung aufzeigen.
Zielgruppe:Erwachsenenbildner*innen; Lehrende und Programmverantwortliche der allgemeinen und politischen Bildung, der Demokratiebildung und Wissenschaftskommunikation; Wissenschaftler*innen; Mitarbeiter*innen öffentlicher Institutionen oder von Verbänden im Bereich Demokratie, Partizipation und gesellschaftlicher Zusammenhalt; alle Interessierte
Referierende:Jan Niggemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung (oieb) und Lektor an der Universität Wien. Er arbeitet als Erziehungswissenschaftler, Erwachsenenbildner, Autor, Speaker und Referent in den Bereichen außerschulischer kultureller Bildung sowie Fragen sozialer Ungleichheit in der nonformalen Bildung.
https://www.researchgate.net/profile/Jan-NiggemannDaniela Ingruber arbeitet als Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien, u.a. am Projekt netPOL. Zuvor war sie an der Donau-Universität Krems tätig und leitete von 2012 bis 2016 leitete an der UN-mandatierten University for Peace in Costa Rica die Abteilung Media & Conflict. Zudem ist sie Evaluatorin, Moderatorin und Beraterin für Filmfestivals sowie Filmproduktionen und bereitet NGO-Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter in Safety- und Security-Trainings auf die Arbeit in Konfliktregionen vor.
Forschungsschwerpunkte sind Demokratieverständnis, demokratische Dystopien, Populismus, Partizipation, Fake News, Konflikttransformation sowie Politische Bildung.
www.nomadin.at
Termin:
Mo., 6. Juli 2026, 11:00 bis 18:00 Uhr
Di., 7. Juli 2026, 9:00 bis 12:00 Uhr
Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:mit Bahn und Bus
von Salzburg (45 km) oder Bad Ischl (12 km) mit direkten Autobusanschlüssen nach Strobl
Fahrplanauskunft Bahn: www.oebb.at
Fahrplanauskunft Bus: www.postbus.at
Ein kostenfreier Shuttle-Service zwischen dem bifeb und dem Autobusbahnhof Strobl steht zu folgenden Zeiten zur Verfügung:
Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 15:30 Uhr
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Tagungsprogramm und Anmeldung (bis 22. Juni 2026): -
Politische Bildung in der Basisbildung
(25.06.2026 bis 26.06.2026)25.-26. Juni 2026, Offenes Modul im Ausbildungslehrgang Basisbildung, bifeb, St. Wolfgang
Offenes Modul im Ausbildungslehrgang Basisbildung
Basisbildung umfasst alle Grundfertigkeiten, die eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen – darunter auch Kompetenzen im Querschnittsthema der politischen Bildung. Basisbildnerinnen und Basisbildner begleiten ihre Teilnehmenden beim Erweitern ihres persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Handlungsspielraums, indem sie gesellschaftliche Mitbestimmung ihrer Teilnehmenden stärken und ihr kritisches Denken fördern.Doch wie kann politische Bildung im Rahmen der Basisbildung gestaltet werden? Welche Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Demokratiemodelle gibt es? Welche Prinzipien der politischen Bildung sind im Basisbildungsunterricht zu berücksichtigen? Wie politisch ist (Basis-)Bildung? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Übungen, gemeinsamen Diskussionen und Reflexionen über das eigene berufliche Handeln ("pädagogische Verhältnisse") besprochen.
Workshopleitung:
Dr.in Barbara Litsauer: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Sonja Luksik, MA: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Zielgruppe:
Zielgruppe der offenen Module sind Basisbildnerinnen und Basisbildner (bzw. in der Basisbildung tätige Personen)
Termin:
Do., 25. Juni 2026, 9:00 bis 18:00 Uhr
Fr., 26. Juni 2026, 9:00 bis 15:00 Uhr
Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:mit Bahn und Bus
von Salzburg (45 km) oder Bad Ischl (12 km) mit direkten Autobusanschlüssen nach Strobl
Fahrplanauskunft Bahn: www.oebb.at
Fahrplanauskunft Bus: www.postbus.atEin kostenfreier Shuttle-Service zwischen dem bifeb und dem Autobusbahnhof Strobl steht zu folgenden Zeiten zur Verfügung:
Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 15:30 Uhr.
Die fußläufige Distanz zwischen dem bifeb und dem Autobusbahnhof Strobl beträgt zirka 10 Minuten.
Teilnahmegebühr: Euro 140,- (exkl. Aufenthalt)
Der Workshop ist mit 1,0 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.
Anmeldung (bis 15. Juni 2026):
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)
Online-Anmeldung -
Lehrgang Politische Erwachsenenbildung 2026
(18.06.2026 bis 19.06.2026)Modul 3, 18.-19. Juni 2026, VHS Ottakring, Wien
Gleichheit in Differenz – soziale Gerechtigkeit – Intersektionalität:- Feministische Theorie und (politische) Praxis als Paradigma neuer sozialer Bewegungen; Geschichte der Frauenbewegungen
- Diversität, Ungleichheit, Diskriminierung und Antidiskriminierung
- intersektionale Analyse der sozialen Verhältnisse und soziale Gerechtigkeit
- Grundzüge einer differenzbewussten Didaktik
(Inputs; interaktive Sozialformen; Exkursion)
Termin:
Do., 18. Juni 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr
Fr., 19. Juni 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr
Ort:
VHS Ottakring
Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U-Bahn U6 (Station Thaliastraße)
Straßenbahnlinie 46 (Station Brunnengasse)
Bus 48a (Station Kirchstettengasse / Station Moeringgasse) -
Dienstagsvorlesungen VI: Susanne Weigelin-Schwiedrzik
(16.06.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 16. Juni 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
China und die Unordnung der Welt (Teil 2)
Ist China die Zukunft?
Die Weltordnung ist in Unordnung geraten und der Hauptgrund liegt in der Erstarkung Chinas. Wie versucht die Volksrepublik, diese Unordnung zu nutzen, um sich als Weltmacht zu positionieren? Ausgehend von aktuellen Vorgängen im internationalen Geschehen wird die erste Vorlesung Chinas Sicht auf die zukünftige Weltordnung und die Frage, ob sich diese ohne Krieg neu definieren lässt, thematisieren.In den Zeitungen lesen wir fast täglich, dass China das Labor der Zukunft ist. Windräder, Solarpaneele, E-Autos, alles was man für die grüne Transformation braucht, wird dort hergestellt, weiterentwickelt und in alle Welt verkauft. Doch läuft die Wirtschaft nicht so rund, wie diese Meldungen erahnen lassen. Chinas Ökonomie ist ein kompliziertes Gebilde, das unter den Zwängen der geo-politischen Spannungen immer mehr an Dynamik verliert. Warum ist das so? Und warum kann die Volksrepublik ihre Erfolgsgeschichte des raschen wirtschaftlichen Aufbaus nicht einfach weiterschreiben? Die zweite Vorlesung beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen formeller und informeller Wirtschaft in China und erklärt, warum der Niedergang der informellen Wirtschaft die Stabilität des Systems weit mehr in Frage stellt als die technologischen Errungenschaften es stark machen können.
Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik war bis 2020 Professorin für Sinologie an der Universität Wien. Seit 2022 ist sie Mitglied des Akademierats der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Programmdirektorin für China beim Center for Strategic Analysis. Zahlreiche Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren führten sie nach China, USA, Japan und Hong Kong. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u. a. die chinesische Geschichte im 20. Jahrhundert, die Geschichte Ostasiens und (Außen-)Politik der VR China. 2023 erschien ihr Buch „China und die Neuordnung der Welt“.
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert. -
Dienstagsvorlesungen V: Susanne Weigelin-Schwiedrzik
(09.06.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 9. Juni 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
China und die Unordnung der Welt (Teil 1)
Ist China die Zukunft?
Die Weltordnung ist in Unordnung geraten und der Hauptgrund liegt in der Erstarkung Chinas. Wie versucht die Volksrepublik, diese Unordnung zu nutzen, um sich als Weltmacht zu positionieren? Ausgehend von aktuellen Vorgängen im internationalen Geschehen wird die erste Vorlesung Chinas Sicht auf die zukünftige Weltordnung und die Frage, ob sich diese ohne Krieg neu definieren lässt, thematisieren.In den Zeitungen lesen wir fast täglich, dass China das Labor der Zukunft ist. Windräder, Solarpaneele, E-Autos, alles was man für die grüne Transformation braucht, wird dort hergestellt, weiterentwickelt und in alle Welt verkauft. Doch läuft die Wirtschaft nicht so rund, wie diese Meldungen erahnen lassen. Chinas Ökonomie ist ein kompliziertes Gebilde, das unter den Zwängen der geo-politischen Spannungen immer mehr an Dynamik verliert. Warum ist das so? Und warum kann die Volksrepublik ihre Erfolgsgeschichte des raschen wirtschaftlichen Aufbaus nicht einfach weiterschreiben? Die zweite Vorlesung beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen formeller und informeller Wirtschaft in China und erklärt, warum der Niedergang der informellen Wirtschaft die Stabilität des Systems weit mehr in Frage stellt als die technologischen Errungenschaften es stark machen können.
Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik war bis 2020 Professorin für Sinologie an der Universität Wien. Seit 2022 ist sie Mitglied des Akademierats der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Programmdirektorin für China beim Center for Strategic Analysis. Zahlreiche Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren führten sie nach China, USA, Japan und Hong Kong. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u. a. die chinesische Geschichte im 20. Jahrhundert, die Geschichte Ostasiens und (Außen-)Politik der VR China. 2023 erschien ihr Buch „China und die Neuordnung der Welt“.
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert. -
Refresher – Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
(08.06.2026 bis 09.06.2026)8.-9. Juni 2026, AK Wien Bildungszentrum
Refresher für Absolvent:innen des Argumentationstrainings gegen StammtischparolenEine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der AK Wien
Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen ist nach über 25 Jahren fest in der deutschsprachigen Landschaft der politischen Bildung verankert. Wie hat es sich die letzten Jahre entwickelt und in welche Richtung lässt es sich weiterdenken?Diese und weitere Fragen wollen wir als ÖGPB gemeinsam mit Klaus-Peter Hufer und interessierten Trainer*innen des „Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen“ bei einem Workshop diskutieren. Neben dem Austausch von Erfahrungen steht die Weiterentwicklung der Methode im Vordergrund.
Wir freuen uns über Fragen und Themen, die im Zuge der Anmeldung an uns übermittelt werden können und die wir bei der Planung des Ablaufs zu berücksichtigen versuchen.
Workshopleitung:
Dr. Klaus-Peter Hufer, Politologe, apl. Professor für politische Erwachsenenbildung an der Universität Duisburg-Essen, hat das „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ entwickelt.
Dr.in Barbara Litsauer, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Sonja Luksik, MA, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Zielgruppe:
Trainer:innen und Absolvent:innen des Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen
Termin:
Mo., 8. Juni 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr
Di., 9. Juni 2026, 9:00 bis 13:00 Uhr
Ort:
AK-Wien Bildungszentrum
Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Straßenbahnlinie D (Station Belvederegasse)
Teilnahmegebühr: Euro 60,-
Max. Teilnehmer:innenzahl: 20
Anmeldung (bis 1. Juni 2026):
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
T 01 504 68 58
gesellschaft@politischebildung.at -
Dienstagsvorlesungen IV: Daniel Witzani-Haim
(02.06.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 2. Juni 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
Teuerung: Ursachen der Inflation und Strategien zur Bekämpfung (Teil 2)
Gehen die Preise jetzt wieder runter?
Die Inflation der Konsument:innenpreise hat in Österreich in den letzten Jahren ungeahnte Ausmaße angenommen. Die Teuerungswelle war die stärkste seit den Erdölpreisschocks der 1970er-Jahren. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Inflation zu drücken. Kann sie das schaffen?In der ersten Vorlesung widmen wir uns der Messung und den Ursachen der Inflation. Wir beschäftigen uns u. a. mit den folgenden Fragen: Wer legt überhaupt die Preise fest? Und wie reagieren die Einkommens- und Lohnentwicklung auf die Preissteigerungen? Zum Abschluss beleuchten wir die Ursachen der Teuerungskrise, die maßgeblich von einem Energiepreisschock ausgelöst wurde.
Die zweite Vorlesung widmet sich den Strategien zur Bekämpfung der Inflation. Besonderen Fokus legen wir auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Teuerung auf österreichische Haushalte, insbesondere auf Basis diverser sozioökonomischer Ungleichheiten. Wir beleuchten die historische Preisbekämpfung in Österreich in der letzten Teuerungskrise in den 1970er-Jahren und analysieren zum Abschluss die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung.
Daniel Witzani-Haim, MA MSc ist Ökonom in der Arbeiterkammer Wien mit den Schwerpunkten Makroökonomie, öffentliche Haushalte und feministische Ökonomie. Er ist Vorsitzender im Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM), Lektor an der FH Wien der WKW sowie Research Fellow am Forschungsinstitut Economics of Inequality der Wirtschaftsuniversität Wien, an der er sein Doktorat zum Thema öffentliche Beschäftigung schreibt. 2024 erschien sein Buch „Mit einer Jobgarantie zum Recht auf gute Arbeit. Ansätze fortschrittlicher Arbeitsmarktpolitik in Österreich“ (gemeinsam mit Clara Moder, Hannah Quinz, Dennis Tamesberger und Simon Theurl).
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert. -
Dienstagsvorlesungen III: Daniel Witzani-Haim
(26.05.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 26. Mai 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
Teuerung: Ursachen der Inflation und Strategien zur Bekämpfung (Teil 1)
Gehen die Preise jetzt wieder runter?
Die Inflation der Konsument:innenpreise hat in Österreich in den letzten Jahren ungeahnte Ausmaße angenommen. Die Teuerungswelle war die stärkste seit den Erdölpreisschocks der 1970er-Jahren. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Inflation zu drücken. Kann sie das schaffen?In der ersten Vorlesung widmen wir uns der Messung und den Ursachen der Inflation. Wir beschäftigen uns u. a. mit den folgenden Fragen: Wer legt überhaupt die Preise fest? Und wie reagieren die Einkommens- und Lohnentwicklung auf die Preissteigerungen? Zum Abschluss beleuchten wir die Ursachen der Teuerungskrise, die maßgeblich von einem Energiepreisschock ausgelöst wurde.
Die zweite Vorlesung widmet sich den Strategien zur Bekämpfung der Inflation. Besonderen Fokus legen wir auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Teuerung auf österreichische Haushalte, insbesondere auf Basis diverser sozioökonomischer Ungleichheiten. Wir beleuchten die historische Preisbekämpfung in Österreich in der letzten Teuerungskrise in den 1970er-Jahren und analysieren zum Abschluss die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung.
Daniel Witzani-Haim, MA MSc ist Ökonom in der Arbeiterkammer Wien mit den Schwerpunkten Makroökonomie, öffentliche Haushalte und feministische Ökonomie. Er ist Vorsitzender im Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM), Lektor an der FH Wien der WKW sowie Research Fellow am Forschungsinstitut Economics of Inequality der Wirtschaftsuniversität Wien, an der er sein Doktorat zum Thema öffentliche Beschäftigung schreibt. 2024 erschien sein Buch „Mit einer Jobgarantie zum Recht auf gute Arbeit. Ansätze fortschrittlicher Arbeitsmarktpolitik in Österreich“ (gemeinsam mit Clara Moder, Hannah Quinz, Dennis Tamesberger und Simon Theurl).
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert. -
Dienstagsvorlesungen II: Cengiz Günay
(19.05.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 19. Mai 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
Vom liberalen Moment zur geopolitischen Zeitenwende (Teil 2)
Entsteht eine neue Weltordnung?
Mit dem Ende des Kalten Krieges schien es so, als wäre eine neue liberale Ära, geprägt durch Demokratie und Marktwirtschaft, angebrochen. Autokratien machten entweder Demokratien Platz oder öffneten sich. Grenzen schienen an Bedeutung zu verlieren. Manche träumten gar von einer grenzenlosen Welt, in der Waren und Menschen ohne Hürden reisen können. Begleitet war das liberale Zeitalter von der Hegemonie der USA. Die EU segelte im Windschatten der USA und entwickelte sich zu einer positiven transformativen Kraft. Sie unterstützte erfolgreich die Demokratisierung in Zentral- und Osteuropa und versuchte ihre Werte, Standards und Normen auch in die weitere Nachbarschaft zu exportieren.Heute scheint die Welt stark verändert. Liberale Normen wie Menschenrechte und Demokratie, aber auch internationale Institutionen haben an Bedeutung verloren. Kräfte wie China, Indien, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien oder die Türkei streben nach mehr Einfluss. Der Kampf um Macht und Rohstoffe prägt die 2020er-Jahre und führt zu gefährlichen Machtkonfrontationen.
Die beiden Vorlesungen ergründen, warum dieser Wandel stattgefunden hat, wie er mit Entwicklungen auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene zusammenhängt, wie stabil diese Dynamiken sind und was längerfristig von diesen Verschiebungen zu erwarten ist.
Dr. Cengiz Günay ist Direktor des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (oiip) und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Autokratisierung, Populismus, neoliberalen Interventionen und deren Auswirkungen auf Staat und Staatlichkeit, Außenpolitik, der Europäischen Union, der Europäischen Nachbarschaftspolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Regional liegt sein Fokus auf der Türkei und der MENA-Region. Zuletzt veröffentlichte er unter anderem in Fachzeitschriften wie Mediterranean Politics, Third World Quarterly und dem Journal of Common Market Studies.
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert. -
Dienstagsvorlesungen I: Cengiz Günay
(12.05.2026, 18:00 bis 19:30 Uhr)Online-Vorlesung, 12. Mai 2026
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vorlesungsreihe „Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
Vom liberalen Moment zur geopolitischen Zeitenwende (Teil 1)
Entsteht eine neue Weltordnung?
Mit dem Ende des Kalten Krieges schien es so, als wäre eine neue liberale Ära, geprägt durch Demokratie und Marktwirtschaft, angebrochen. Autokratien machten entweder Demokratien Platz oder öffneten sich. Grenzen schienen an Bedeutung zu verlieren. Manche träumten gar von einer grenzenlosen Welt, in der Waren und Menschen ohne Hürden reisen können. Begleitet war das liberale Zeitalter von der Hegemonie der USA. Die EU segelte im Windschatten der USA und entwickelte sich zu einer positiven transformativen Kraft. Sie unterstützte erfolgreich die Demokratisierung in Zentral- und Osteuropa und versuchte ihre Werte, Standards und Normen auch in die weitere Nachbarschaft zu exportieren.Heute scheint die Welt stark verändert. Liberale Normen wie Menschenrechte und Demokratie, aber auch internationale Institutionen haben an Bedeutung verloren. Kräfte wie China, Indien, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien oder die Türkei streben nach mehr Einfluss. Der Kampf um Macht und Rohstoffe prägt die 2020er-Jahre und führt zu gefährlichen Machtkonfrontationen.
Die beiden Vorlesungen ergründen, warum dieser Wandel stattgefunden hat, wie er mit Entwicklungen auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene zusammenhängt, wie stabil diese Dynamiken sind und was längerfristig von diesen Verschiebungen zu erwarten ist.
Dr. Cengiz Günay ist Direktor des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (oiip) und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Autokratisierung, Populismus, neoliberalen Interventionen und deren Auswirkungen auf Staat und Staatlichkeit, Außenpolitik, der Europäischen Union, der Europäischen Nachbarschaftspolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Regional liegt sein Fokus auf der Türkei und der MENA-Region. Zuletzt veröffentlichte er unter anderem in Fachzeitschriften wie Mediterranean Politics, Third World Quarterly und dem Journal of Common Market Studies.
18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Keine Teilnahmegebühr!
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at
Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.
Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert.