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Cengiz Günay
Vom liberalen Moment zur geopolitischen Zeitenwende
Entsteht eine neue Weltordnung?

12. + 19. Mai 2026, online

Zweiteilige Online-Vorlesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dienstagsvorlesungen: Politische Streitfragen unserer Gegenwart“ der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)

Mit dem Ende des Kalten Krieges schien es so, als wäre eine neue liberale Ära, geprägt durch Demokratie und Marktwirtschaft, angebrochen. Autokratien machten entweder Demokratien Platz oder öffneten sich. Grenzen schienen an Bedeutung zu verlieren. Manche träumten gar von einer grenzenlosen Welt, in der Waren und Menschen ohne Hürden reisen können. Begleitet war das liberale Zeitalter von der Hegemonie der USA. Die EU segelte im Windschatten der USA und entwickelte sich zu einer positiven transformativen Kraft. Sie unterstützte erfolgreich die Demokratisierung in Zentral- und Osteuropa und versuchte ihre Werte, Standards und Normen auch in die weitere Nachbarschaft zu exportieren.

Heute scheint die Welt stark verändert. Liberale Normen wie Menschenrechte und Demokratie, aber auch internationale Institutionen haben an Bedeutung verloren. Kräfte wie China, Indien, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien oder die Türkei streben nach mehr Einfluss. Der Kampf um Macht und Rohstoffe prägt die 2020er-Jahre und führt zu gefährlichen Machtkonfrontationen.

Die beiden Vorlesungen ergründen, warum dieser Wandel stattgefunden hat, wie er mit Entwicklungen auf der sozialen und gesellschaftlichen Ebene zusammenhängt, wie stabil diese Dynamiken sind und was längerfristig von diesen Verschiebungen zu erwarten ist.

Dr. Cengiz Günay ist Direktor des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (oiip) und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Autokratisierung, Populismus, neoliberalen Interventionen und deren Auswirkungen auf Staat und Staatlichkeit, Außenpolitik, der Europäischen Union, der Europäischen Nachbarschaftspolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Regional liegt sein Fokus auf der Türkei und der MENA-Region. Zuletzt veröffentlichte er unter anderem in Fachzeitschriften wie Mediterranean Politics, Third World Quarterly und dem Journal of Common Market Studies.

Termin:
Di., 12. Mai 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Di., 19. Mai 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr

Keine Teilnahmegebühr!

Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:

Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at

Die Dienstagsvorlesungen finden in Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugeschickt.

Beim Absolvieren der gesamten Ringvorlesung (6 Vorlesungen) ist das Bildungsangebot mit 0,5 ECTS bei der wba akkreditiert.

Weitere Termine der Online-Vorlesungsreihe:

26. Mai + 2. Juni 2026: Daniel Witzani-Haim
Teuerung: Ursachen der Inflation und Strategien zur Bekämpfung
Gehen die Preise jetzt wieder runter?

9. + 16. Juni 2026: Susanne Weigelin-Schwiedrzik
China und die Unordnung der Welt
Ist China die Zukunft?


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