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Aktuelle Veranstaltungen*:
Politische Bildung in der Basisbildung / St. Wolfgang
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen / Wien
Jour fixe der politischen Erwachsenenbildung in Tirol / Innsbruck
Ungleich, un(ter)bezahlt, unsichtbar – feministische Perspektiven auf Arbeit / Wien
Klimapolitik: Werkzeuge für die politische Erwachsenenbildung / Wien
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*Weitere Termine und ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website: www.politischebildung.at
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
Politische Bildung in der Basisbildung
25. + 26. Juni 2026, bifeb, St. Wolfgang
Offenes Modul im Ausbildungslehrgang Basisbildung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung (bifeb)
Basisbildung umfasst alle Grundfertigkeiten, die eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen – darunter auch Kompetenzen im Querschnittsthema der politischen Bildung. Basisbildnerinnen und Basisbildner begleiten ihre Teilnehmenden beim Erweitern ihres persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Handlungsspielraums, indem sie gesellschaftliche Mitbestimmung ihrer Teilnehmenden stärken und ihr kritisches Denken fördern.
Doch wie kann politische Bildung im Rahmen der Basisbildung gestaltet werden? Welche Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Demokratiemodelle gibt es? Welche Prinzipien der politischen Bildung sind im Basisbildungsunterricht zu berücksichtigen? Wie politisch ist (Basis-)Bildung? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Übungen, gemeinsamen Diskussionen und Reflexionen über das eigene berufliche Handeln („pädagogische Verhältnisse“) besprochen.
Tagung: Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung. Im Spannungsfeld von Erkenntnis, Dialog und Teilhabe
6. + 7. Juli 2026, bifeb, St. Wolfgang
Eine Veranstaltung in Kooperation von BMFWF – Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb), Ring Österreichischer Bildungswerke, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB), St. Virgil Salzburg
Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie ist ein Fundament, das unsere Gesellschaft trägt. Es bildet die Grundlage für Konsens, Legitimität und Stabilität und ist damit eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren unseres demokratischen Zusammenlebens. Beide Bereiche beruhen auf ähnlichen Grundprinzipien – auf Transparenz, Rationalität, Konsens- aber auch Kritikfähigkeit. Demokratie und demokratische Entscheidungsprozesse erfordern informierte Bürgerinnen und Bürger, die auf Grundlage von Wissen und wissenschaftlichem Diskurs urteilen und handeln – und dieses Wissen und diese Fakten stammen zu einem guten Teil aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Umgekehrt sind demokratische Verhältnisse für eine freie Wissenschaft wichtig, da nur so freie Forschung, ein freier Diskurs und kritische Debatte möglich sind. Eine ablehnende Haltung gegenüber Wissenschaft geht auch häufig mit Demokratieskepsis einher. Ebenso gilt: Wer dem politischen System misstraut, misstraut oft auch wissenschaftlichen Institutionen.
Desinformation, Polarisierung und wachsendes Misstrauen gegenüber Institutionen stellen Demokratie, Wissenschaft und Erwachsenenbildung also vor neue Herausforderungen. Welche Rolle kann die Erwachsenenbildung dabei spielen, Vertrauen zu fördern und Räume für kritische, aber konstruktive Auseinandersetzung zu eröffnen? Die Tagung „Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung.“ widmet sich diesen Fragen aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Sie bringt Fachleute aus der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, aus der Wissenschaft sowie interessierte Praktikerinnen und Praktiker zusammen, um aktuelle Entwicklungen, theoretische Ansätze und Good-Practice-Beispiele zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der ersten Tagung 2026 steht das Verhältnis zwischen Erwachsenenbildung, Demokratie und Wissenschaft und widmet sich den folgenden Fragestellungen:
- Was verbindet Demokratie und Wissenschaft? Was trennt sie?
- Wie gestaltet sich das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und demokratischer Aushandlung?
- Welche Beiträge kann die Erwachsenenbildung leisten, um wissenschaftliches Denken, Konsensfähigkeit, Dialog, politische Urteilskraft und gesellschaftliches Vertrauen zu stärken?
- Welche Kompetenzen brauchen Erwachsenenbildnerinnen und -bildner, um das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie zu fördern?
Das Programm umfasst Keynotes, Projektpräsentationen, Diskussionsforen und partizipative Formate. Neben theoretischen Impulsen werden praxisnahe Projekte vorgestellt, die neue Wege der Beteiligung und der Wissenschafts- und Demokratievermittlung aufzeigen.
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
16. – 18. September 2026, AK Wien Bildungszentrum
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit Human Rights Academy und der AK Wien
Wir alle kennen das: Am Arbeitsplatz, beim Familientreffen oder am Stammtisch mit Bekannten wird ein generalisierender und diskriminierender Spruch geäußert. Und uns fällt das beste Argument, um darauf zu reagieren, erst hinterher ein.
Das von dem deutschen Politologen Klaus-Peter Hufer entwickelte Argumentationstraining gegen Stammtischparolen sucht Antworten auf Hassparolen und bietet einen Übungsraum für Gegenstrategien. Diverse Methoden der Menschenrechtsbildung unterstützen dabei, gestärkt in den Diskurs zu gehen und die Verbindungen zu den Menschenrechten sichtbar zu machen.
Das Train the Trainer-Format beinhaltet:
- Auseinandersetzung mit Diskriminierung und diskriminierenden Aussagen
- simulierte Gesprächssituationen zur Erprobung von Reaktionsweisen
- gemeinsame Entwicklung von Strategien gegen Parolen
- interaktive Übungen und Gruppenarbeiten, die zu Selbstreflexion und inhaltlicher Vertiefung anregen
- Inputs zu den politischen Hintergründen der Parolen
- Auseinandersetzung mit (eigenen) Klischees und Vorurteilen
- Hinweise zur Rolle von Trainer:innen und zur Anwendung des Trainings im eigenen Kontext
Dieses Training richtet sich an Personen, die selbst Trainings gegen Stammtischparolen durchführen möchten.
Jour fixe der politischen Erwachsenenbildung in Tirol
30. September 2026, Haus der Begegnung, Innsbruck
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Verein Erwachsenenbildung Tirol, der Tiroler Landesregierung und dem Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck.
Erwachsenenbildung hat eine implizite politische Dimension. Viele EB-Einrichtungen bieten sie auch explizit an: in ihren Veranstaltungen und Projekten. Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Stand der Forschung, mit Publikationen oder Fachdebatten zu Didaktik und Selbstverständnis der politischen Erwachsenenbildung reicht die Zeit aber bei der alltäglichen Bildungsarbeit kaum. Das gilt auch für eine umfassende Vernetzung von Anbieterorganisationen und deren Mitarbeiter:innen.
Mit dem langjährigen, in den meisten Bundesländern bereits erfolgreich durchgeführten Angebot „Jour fixe der politischen Erwachsenenbildung“ versucht die ÖGPB, diese Lücke zwischen den EB-Einrichtungen und der politischen Bildung zu schließen. Im Rahmen der Veranstaltung treffen Akteur:innen der Erwachsenenbildung im jeweiligen Bundesland aufeinander und tauschen sich aus: über Erfahrungen, Arbeitsweisen, Projekte und aktuelle Herausforderungen der politischen Erwachsenenbildung.
Der Jour fixe in Tirol legt einen Fokus auf Zielgruppen und Zielgruppenorientierung. Anhand von Good-Practice-Projekten werden innovative Konzepte, Formate und Methoden sichtbar. Die Teilnehmer:innen tauschen sich infolge darüber aus, wie Zielgruppen definiert und erreicht werden können.
Ungleich, un(ter)bezahlt, unsichtbar – feministische Perspektiven auf Arbeit
2. + 3. Oktober 2026, VHS am Sophienpark, Wien
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der VHS am Sophienpark
In Österreich steigt die Zahl der erwerbstätigen Frauen seit Mitte der 1970er-Jahren kontinuierlich an, jedoch arbeiten sie vorrangig in Teilzeit. Die Vereinbarkeit von Vollzeitjob und Haus- und Sorgearbeit scheint unter den gegenwärtigen Umständen eher Mythos denn Realität – oder sie hat einen hohen Preis: In westlichen Industriegesellschaften übernehmen häufig unterbezahlte Migrantinnen die anfallende Care-Arbeit. In diese komplexe Gemengelage mischen sich seit einiger Zeit antifeministische Akteur:innen wie „Tradwives“, die auf Social Media reaktionäre Geschlechter- und Familienbilder propagieren.
Der Workshop setzt sich mit feministischen Perspektiven auf (Care-)Arbeit auseinander und bezieht aktuelle Debatten sowie Wissen und Erfahrungen der Teilnehmer:innen ein. Dabei wird ein Methodenmix angewandt, der das erworbene Wissen erlebbar und für Erwachsenenbildner:innen adaptierbar macht.
Klimapolitik: Werkzeuge für die politische Erwachsenenbildung
13. + 14. Oktober 2026, VHS Ottakring, Wien
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der VHS Ottakring
Auch wenn sie in den Medien nicht mehr vorherrschend ist und in der Politik weniger darüber geredet wird, schreitet sie ungebremst voran: die Klimakrise. Sie zeigt sich in global steigenden Treibhausgasemissionen und Temperaturen sowie in Extremwetterereignissen und wird auch in Österreich zunehmend spürbar.
Während Aktivist:innen der Klimabewegung auf umfassende Klimaschutzmaßnahmen pochen, plädieren manche Akteur:innen für technologische Innovationen, um die Erderhitzung zu verlangsamen. Wiederum andere hinterfragen das Konzept des menschengemachten Klimawandels zur Gänze. In einer solch hitzigen Diskussion ist die politische Bildung gefragt, einerseits wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und andererseits das, was in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird, auch im Seminarraum entsprechend zu behandeln.
Der Workshop bietet Erwachsenenbildner:innen und Trainer:innen eine fundierte und inspirierende Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Klimapolitik.
IGPB-Tagung 2026: Auf dem Weg zur Resilienz! – Politische Bildung für Demokratielernen und Geistige Landesverteidigung
14. + 15. September 2026, AK Wien Bildungszentrum
Eine Veranstaltung der Interessengemeinschaft Politische Bildung (IGPB)
In Österreich ist die Politische Bildung derzeit in Bewegung: Die Diskussion um ein eigenes Unterrichtsfach Demokratiebildung zeigt das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung des Themas. Gleichzeitig sorgt die verstärkte Präsenz des Sicherheitsdiskurses für intensive Debatten über das Spannungsfeld zwischen Politischer Bildung und dem Konzept der Geistigen Landesverteidigung.
Vor dem Hintergrund weltweit erodierender Demokratien gewinnt das Konzept der Resilienz an Bedeutung: Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Herausforderungen, Unsicherheiten und Bedrohungen zu bewältigen – auf individueller, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene. Verschiedene Ansätze betonen Persönlichkeitsstärkung, kritisches Denken, soziale Vernetzung oder institutionelle Absicherungen als Wege, demokratische Widerstandskraft zu fördern.
Die 17. Jahrestagung der Interessengemeinschaft Politische Bildung lädt zu Austausch, Reflexion und Vernetzung ein.
GWA-Tagung 2026: Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten. Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden?
7. – 9. Oktober 2026, bifeb, St. Wolfgang
Eine Veranstaltung der Werkstätte Gemeinwesenarbeit (GWA)
Politische, soziale und zwischenmenschliche Konflikte nehmen zu. Anstatt jedoch mehr Stimmen zuzulassen und Möglichkeiten demokratischer Teilhabe zu erweitern, werden Konflikte weltweit zunehmend in Form von direkter militärischer, physischer und psychischer Gewalt ausgetragen. Die Auswirkungen sind auch in Europa und Österreich spürbar: Autoritarismus, Polarisierung und Nationalismus greifen um sich. Durch politische Angriffe auf demokratische Rechte, Aushandlungen und Verfahren sind stärkere Spannungen in den Gemeinwesen und der Gemeinwesenarbeit wahrzunehmen. Initiativen im Gemeinwesen sind durch knapper werdende Ressourcen und unsichere Bedingungen herausgefordert.
Gleichzeitig existieren vielfältige Formen von Wissen und Praktiken in der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung, die eine konfliktfähige, gewaltfreie Arbeit ermöglichen und sich einer Zukunft des kritischen Miteinanders verschreiben. Konfliktfähigkeit ist Voraussetzung für Frieden, da sie Unrecht richten und zu sozialer Gerechtigkeit beitragen kann.
Auf der diesjährigen Tagung möchte die GWA eine Vielfalt an Ansätzen versammeln, die andere Antworten auf die aktuellen sozialen, ökologischen und politischen Fragen geben, als das Recht des Stärkeren oder die Gewalt der Überlegenheit.
Wir empfehlen eine Anreise zu unseren Veranstaltungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere Informationen finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung.